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  Rechtsanwalt Bonn Dr. Palm

 

Dreimonatseinrede Schonfrist Erbe Erbschaft Rechtsanwalt

Einleitung: Annahme oder Ausschlagung

Man wird mitunter schneller Erbe, als es einem lieb sein mag. So kann man Erbe auch durch so genanntes konkludentes, also schlüssiges Verhalten (pro heredio gestio) werden, d.h. bestimmte Handlungen bewirken, dass man nach dem Prinzip der Gesamtrechtsnachfolge die Schulden des Erblassers übernimmt. Der Antrag auf Testamentseröffnung oder Fürsorgemaßnahmen für den Nachlass sind noch keine Annahme. Selbst der Zugriff auf das Geld des Erblassers, etwa zur Begleichung von Bestattungskosten (Nachlassverbindlichkeiten!), muss keine Annahme sein. 

Beachte hierzu: § 1959 BGB Geschäftsführung vor der Ausschlagung

(1) Besorgt der Erbe vor der Ausschlagung erbschaftliche Geschäfte, so ist er demjenigen gegenüber, welcher Erbe wird, wie ein Geschäftsführer ohne Auftrag berechtigt und verpflichtet.

(2) Verfügt der Erbe vor der Ausschlagung über einen Nachlassgegenstand, so wird die Wirksamkeit der Verfügung durch die Ausschlagung nicht berührt, wenn die Verfügung nicht ohne Nachteil für den Nachlass verschoben werden konnte.

(3) Ein Rechtsgeschäft, das gegenüber dem Erben als solchem vorgenommen werden muss, bleibt, wenn es vor der Ausschlagung dem Ausschlagenden gegenüber vorgenommen wird, auch nach der Ausschlagung wirksam.

Exkurs § 1968 BGB: Der Erbe trägt die Kosten der Beerdigung des Erblassers.

Wer aber etwa Teile der Erbschaft an sich nimmt, verkauft oder einen Antrag auf einen Erbschein stellt oder sonst wie in erheblicher Weise im Bereich des Erblassers Veränderungen vor sich nimmt, kann durch diese Handlungen die Erbschaft annehmen. Wer sich allerdings um verderbliche Sachen kümmert oder einen Antrag auf Nachlassverwaltung oder Nachlassinsolvenz stellt, nimmt damit das Erbe noch nicht an. Im Einzelnen sind diese Unterscheidungen aber sehr intrikat. 

Die einfachste Lösung ist die, die Erbschaft auszuschlagen. Die Ausschlagung erfolgt gemäß § 1945 Abs. 1 BGB entweder zur Niederschrift  gegenüber dem Nachlassgericht, also dem Amtsgericht, in dessen Bezirk der Erblasser seinen letzten Wohnsitz hatte, oder gegenüber einem Notar in öffentlich beglaubigter Form. Es genügt also, wenn man persönlich zum Nachlassgericht geht, um das Erbe auszuschlagen. Mehr dazu >> 

Mit der Ausschlagung der Erbschaft verliert der Ausschlagende in der Regel auch seinen Anspruch auf den Pflichtteil (§ 2303 BGB). Eine Ausnahme gilt hauptsächlich nur für den Ehegatten gemäß § 1371 III (Schlägt der überlebende Ehegatte die Erbschaft aus, so kann er neben dem Ausgleich des Zugewinns den Pflichtteil auch dann verlangen, wenn dieser ihm nach den erbrechtlichen Bestimmungen nicht zustünde; dies gilt nicht, wenn er durch Vertrag mit seinem Ehegatten auf sein gesetzliches Erbrecht oder sein Pflichtteilsrecht verzichtet hat) und im Fall des § 2306 I 2 BGB. 

Amtsgericht Landgericht Düsseldorf

Probleme der Erbenhaftung

Eines der zentralen Probleme des Erbrechts ist die Frage nach der Erbenhaftung, die dazu führen kann, dass einer die Erbschaft antritt und hinterher ärmer ist als zuvor, weil er die Schuldensituation falsch eingeschätzt und in der Folge nicht juristisch sauber behandelt hat. Das ist auch gar nicht so einfach, weil die Wege, nicht zum Opfer der persönlichen Erbenhaftung zu werden, nicht ganz einfach geregelt sind. 

Welche Möglichkeiten bestehen, die persönliche Haftung des Erben einzuschränken oder auszuschließen? 

Nach § 2014 BGB ist der Erbe berechtigt, die Berichtigung einer Nachlassverbindlichkeit bis zum Ablauf der ersten drei Monate nach der Annahme der Erbschaft, jedoch nicht über die Errichtung des Inventars hinaus, zu verweigern. Das ist die sog. Dreimonatseinrede, die eine Schonfrist von drei Monaten gewährt. Die Frist beginnt mit der Annahme der Erbschaft, spätestens nach Ablauf der Ausschlagungsfrist. Es handelt sich dabei also um eine reine Überlegungszeit. Das ist also nur ein höchst unvollkommener Schutz. Die Frist beginnt mit der Annahme der Erbschaft, spätestens nach Ablauf der Ausschlagungsfrist. Es handelt sich dabei also um eine reine Überlegungszeit. 

 

Sind etwa die Fristen von vorläufigen Einreden oder von Anfechtungsmöglichkeiten abgelaufen oder fühlt er sich mit der Abwicklung überfordert, kann der Erbe nur durch auf Dauer angelegte Beschränkungen einer persönlichen Haftung mit seinem Vermögen begegnen. Dafür bieten sich dem Erben folgende Verfahrensweisen an.

 

Aufgebotsverfahren, § 1973 BGB

Nachlassverwaltung, §§ 1975 Alt. 1, 1980 BGB.

Nachlassinsolvenz,  §§ 1975 Alt. 2, 1981 I BGB

Dürftigkeitseinrede, § 1990 BGB

 
Aufgebotsverfahren 

Das Aufgebotsverfahren ist ein Verfahren zur Feststellung der vorhandenen Verbindlichkeiten und gewährt eine Einrede während des laufenden Verfahrens. Das Aufgebotsverfahren gibt dem Erben Aufschluss darüber, ob es sinnvoll ist, einen Nachlassverwaltung einzuleiten. Voraussetzung für die Aufgebotseinrede des § 2015 BGB ist, dass der Erbe bei der Zivilabteilung des Amtsgerichtes innerhalb eines Jahres nach der Annahme der Erbschaft ein Aufgebotsverfahren  beantragt hat. Das Verfahren ist in  §§ 946 ff. ZPO geregelt. Die Nachlassgläubiger werden in diesem Rahmen öffentlich aufgefordert, ihre Forderungen innerhalb einer Frist von höchstens sechs Monaten anzumelden. Nach dem Ablauf der Frist kommt es zu einem Ausschlussurteil. Nachlassgläubiger, die ihre Forderung nicht angemeldet haben, können auf den Nachlassüberschuss verwiesen werden. Das ist die Haftungsmasse, die übrig bleibt, wenn die Gläubiger, die ihre Forderungen angemeldet haben,  befriedigt worden sind. Dasselbe gilt für Nachlassgläubiger, die ihre Forderungen erst fünf Jahre nach dem Erbfall geltend machen. 

§ 2061 BGB
Aufgebot der Nachlassgläubiger

(1) Jeder Miterbe kann die Nachlassgläubiger öffentlich auffordern, ihre Forderungen binnen sechs Monaten bei ihm oder bei dem Nachlassgericht anzumelden. Ist die Aufforderung erfolgt, so haftet nach der Teilung jeder Miterbe nur für den seinem Erbteil entsprechenden Teil einer Forderung, soweit nicht vor dem Ablauf der Frist die Anmeldung erfolgt oder die Forderung ihm zur Zeit der Teilung bekannt ist.

(2) Die Aufforderung ist durch den Bundesanzeiger und durch das für die Bekanntmachungen des Nachlassgerichts bestimmte Blatt zu veröffentlichen. Die Frist beginnt mit der letzten Einrückung. Die Kosten fallen dem Erben zur Last, der die Aufforderung erlässt.

Dieses Verfahren ist insbesondere für den Fall geeignet, dass sich bei dem Erben nach und nach immer mehr Gläubiger melden und die Vermutung besteht, dass es noch weitere Gläubiger geben könnte. Um diese Frage zu klären, können Erbe, Testamentsvollstrecker oder Nachlassverwalter beim Nachlassgericht die Durchführung des Aufgebotsverfahrens beantragen. Die Kosten des Aufgebotsverfahrens können hinsichtlich der Gerichtskosten ohne weiteres 1.000 € betragen, da etwa Veröffentlichungen des Aufgebots in der Presse zu zahlen sind. Im Übrigen sind auch nicht unerhebliche Anwaltskosten zu berücksichtigen. In der Praxis ist das arbeitsintensive Verfahren wohl eher unbeliebt. Wir weisen aber ausdrücklich auf die Möglichkeit des Aufgebotsverfahrens gemäß §§ 1970 ff., 2060 Nr. 1 BGB, 989 ff. ZPO und nach § 2061 BGB hin, weil es für Erben ungünstige Fallkonstellationen gibt, die durch dieses Verfahren ausgeschlossen werden können. 

Gesetzestext: § 2015 BGB 
Einrede des Aufgebotsverfahrens

(1) Hat der Erbe den Antrag auf Erlassung des Aufgebots der Nachlassgläubiger innerhalb eines Jahres nach der Annahme der Erbschaft gestellt und ist der Antrag zugelassen, so ist der Erbe berechtigt, die Berichtigung einer Nachlassverbindlichkeit bis zur Beendigung des Aufgebotsverfahrens zu verweigern.

(2) Der Beendigung des Aufgebotsverfahrens steht es gleich, wenn der Erbe in dem Aufgebotstermin nicht erschienen ist und nicht binnen zwei Wochen die Bestimmung eines neuen Termins beantragt oder wenn er auch in dem neuen Termin nicht erscheint.

(3) Wird das Ausschlussurteil erlassen oder der Antrag auf Erlassung des Urteils zurückgewiesen, so ist das Verfahren nicht vor dem Ablauf einer mit der Verkündung der Entscheidung beginnenden Frist von zwei Wochen und nicht vor der Erledigung einer rechtzeitig eingelegten Beschwerde als beendigt anzusehen.

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Zuständig für das Verfahren ist das Amtsgericht des Bezirks, in dem der Verstorbene seinen letzten Wohnsitz hatte. Während des Aufgebotsverfahrens der Nachlassgläubiger innerhalb eines Jahres ab Annahme der Erbschaft kann der Erbe die Erfüllung einer Nachlassverbindlichkeit einredeweise verweigern. Der Erbe vermeidet daher mit dem Aufgebotsverfahren, dass er mit Schulden belastet wird, mit denen er nicht gerechnet hat. Voraussetzung um das Verfahren in Gang zu setzen, ist, dass alle Gläubiger des Erblassers aufgefordert werden, dem Gericht innerhalb einer bestimmten Frist mitzuteilen, was ihnen der Erblasser schuldet. 

Nach Fristablauf erlässt das Gericht auf Antrag des Erben das Ausschlussurteil. Hat ein Gläubiger die Frist verpasst, erlischt seine Forderung zwar nicht, aber diese Forderung wird zuletzt erfüllt. Ist das Erbe zu diesem Zeitpunkt bereits aufgebraucht, muss der Erbe nicht mit seinem Privatvermögen für diese Forderung einstehen. Dem ausgeschlossenen Gläubiger haftet der Erbe nicht mit seinem Eigenvermögen, sondern mit dem Nachlass (§ 1973 BGB). Das Aufgebotsverfahren kann dem Erben zugleich Klarheit darüber verschaffen, ob ein Grund besteht, die Erbschaft in amtliche Verwaltung nehmen zu lassen.

Amtsgericht Erbrecht Aufgebotsverfahren Nachlassverwaltung

Amtsgericht Clausthal-Zellerfeld

Nachlassverwaltung oder Nachlassinsolvenzverfahren 

Sind etwa die Fristen der vorläufigen Einreden oder von Anfechtungsmöglichkeiten abgelaufen oder fühlt man sich mit der Abwicklung überfordert, kann der Erbe nur durch auf Dauer angelegte Beschränkungen einer persönlichen Haftung mit seinem Vermögen begegnen. 

Während der Erbe bei dem Aufgebotsverfahren selbst mit den Gläubigern über deren Ansprüche verhandelt und auch persönlich haftet, solange nicht Gläubiger nach den oben genannten Kriterien ausgeschlossen sind, kann der besonders vorsichtige Erbe die Bestellung eines Nachlassverwalters beantragen. Die Anordnung einer Nachlassverwaltung kann von den Erben nur gemeinschaftlich beantragt werden; sie ist ausgeschlossen, wenn der Nachlass geteilt ist.  

Die Nachlassverwaltung ist geeignet bei einem unübersichtlichen Nachlass, die Nachlassinsolvenz bei einem überschuldeten Nachlass. Mehr zum Insolvenzverfahren >>

Zunächst ein Blick in das Gesetz: 

§ 1975
Nachlassverwaltung; Nachlassinsolvenz

Die Haftung des Erben für die Nachlassverbindlichkeiten beschränkt sich auf den Nachlass, wenn eine Nachlasspflegschaft zum Zwecke der Befriedigung der Nachlassgläubiger (Nachlassverwaltung) angeordnet oder das Nachlassinsolvenzverfahren eröffnet ist.

Wann kommt eine solche Nachlassverwaltung in Betracht? 

Dieses Institut sollte man bei gewerblicher oder sonst kommerziell schwer einzuschätzender Tätigkeit des Erblassers in Betracht ziehen, insbesondere, wenn eben Zweifel darüber bestehen, ob das Vermögen ausreicht, die Schulden zu decken. Dadurch wird sichergestellt, dass die Erben keine Schulden erben und dafür haften. Eine Nachlassverwaltung kommt etwa in Betracht, wenn der Nachlass zwar groß erscheint, er aber zugleich unübersichtlich ist. Zuständig für dieses im Übrigen aufwändige Verfahren ist das Nachlassgericht. Das Verfahren kann zwei Jahre dauern und ist auch nicht ganz billig. Die Nachlassverwaltung führt in seiner Haftungsbegrenzung zu einer auf dem Erbfall rückwirkenden Trennung von Nachlass und sonstigen Vermögen des Erben. Der Antrag kann im Übrigen nicht mehr gestellt werden, wenn seit der Annahme der Erbschaft zwei Jahre verstrichen sind.

Nach § 1981 I BGB ist Nachlassverwaltung ohne weitere Voraussetzung anzuordnen, wenn der Erbe einen entsprechenden Antrag stellt. Insbesondere braucht keine Zahlungsunfähigkeit oder drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung vorzuliegen. Nachlassgläubiger werden durch die Beantragung einer Nachlassverwaltung oder eines Nachlassinsolvenzverfahrens (Eröffnungsgründe für das Nachlassinsolvenzverfahren wären Zahlungsunfähigkeit, Überschuldung und drohende Zahlungsunfähigkeit) ausschließlich auf eine Befriedigung aus dem Nachlass verwiesen. 

Es gibt also keine persönliche Haftung. Der Erbe verliert bei Anordnung der Nachlassverwaltung zugleich jedoch jegliches Bestimmungsrecht über den Nachlass. Andererseits ist dafür seine Haftung auf den Nachlass beschränkt. Der Erbe muss also nicht sein eigenes Vermögen einsetzen, die beiden Vermögensmassen werden getrennt. Einer besonderen gerichtlichen Ermächtigung bedarf es hierzu nicht.  Die Vergütung des Nachlassverwalters erfolgt aus dem Nachlass. Nach Abwicklung des Nachlasses erhält der Erbe den noch vorhandenen Nachlass ausgehändigt.  

 

Die Nachlassverwaltung wird danach aufgehoben. Bei einem überschuldeten Nachlass werden solche Verfahren nur dann durchgeführt, wenn wenigsten so viel Aktivvermögen vorhanden ist, dass die Verfahrenskosten damit abgedeckt werden können. 

Sollte das Gericht bei der Überprüfung des Antrags auf Nachlassverwaltung eine Überschuldung feststellen, muss der Erbe ein Nachlassinsolvenz-Verfahren einleiten, welches innerhalb von drei Tagen nach Kenntnis der Überschuldung zu beantragen ist. Mehr zum Insolvenzverfahren >>

Sofern das Aktivvermögen dazu nicht ausreicht, hat der Erbe das Recht, den Nachlassgläubigern die Einrede der Dürftigkeit des Nachlasses (§ 1990 BGB) entgegenzuhalten.

Einer besonderen gerichtlichen Ermächtigung bedarf es hierzu nicht. Der Erbe ist nicht verpflichtet, für eine gleichmäßige Befriedigung der Nachlassgläubiger Sorge zu tragen. Die Vergütung des Nachlassverwalters erfolgt aus dem Nachlass. Nach Abwicklung des Nachlasses erhält der Erbe den noch vorhandenen Nachlass ausgehändigt. Die Nachlassverwaltung wird aufgehoben.

Die Nachlassverwaltung kommt nicht mehr in Betracht, wenn der Erbe unbeschränkt haftet. 
§ 2013 BGB
Folgen der unbeschränkten Haftung des Erben

(1) Haftet der Erbe für die Nachlassverbindlichkeiten unbeschränkt, so finden die Vorschriften der §§ 1973 bis 1975, 1977 bis 1980, 1989 bis 1992 keine Anwendung; der Erbe ist nicht berechtigt, die Anordnung einer Nachlassverwaltung zu beantragen. Auf eine nach § 1973 oder nach § 1974 eingetretene Beschränkung der Haftung kann sich der Erbe jedoch berufen, wenn später der Fall des § 1994 Abs. 1 Satz 2 oder des § 2005 Abs. 1 eintritt.

(2) Die Vorschriften der §§ 1977 bis 1980 und das Recht des Erben, die Anordnung einer Nachlassverwaltung zu beantragen, werden nicht dadurch ausgeschlossen, dass der Erbe einzelnen Nachlassgläubigern gegenüber unbeschränkt haftet.

Verschweigungseinrede

§ 1974 BGB: Ein Nachlassgläubiger, der seine Forderung später als fünf Jahre nach dem Erbfall dem Erben gegenüber geltend macht, steht einem ausgeschlossenen Gläubiger gleich, es sei denn, dass die Forderung dem Erben vor dem Ablauf der fünf Jahre bekannt geworden oder im Aufgebotsverfahren angemeldet worden ist. Wird der Erblasser für tot erklärt oder wird seine Todeszeit nach den Vorschriften des Verschollenheitsgesetzes festgestellt, so beginnt die Frist nicht vor dem Eintritt der Rechtskraft des Beschlusses über die Todeserklärung oder die Feststellung der Todeszeit.

Im Übrigen gibt es noch die Vorläufige Einrede des Miterben

Den Miterben steht darüber hinaus noch eine vorläufige Einrede zu. Jeder Miterbe kann einen Zugriff auf sein Eigenvermögen ablehnen, solange der Nachlass noch nicht auseinandergesetzt ist. Das ist die so genannte Einrede des ungeteilten Nachlasses.

Übrigens: Einkünfte, die nach dem Tode des Erblassers aus dem Nachlass erzielt werden, sind auch im Falle der Anordnung der Nachlassverwaltung dem Erben zuzurechnen. Bei der auf diese Einkünfte entfallenden Einkommensteuer handelt es sich um eine Eigenschuld des Erben, für die die Beschränkung der Erbenhaftung nicht geltend gemacht werden kann. Einkünfte Erbschaft Überschuldung
 

Testament Rechtsanwalt Bonn Erbrecht

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Copyright Dr. Palm - 2000 - Stand:02.06.2010